Rund ein Drittel der Bevölkerung leidet unter schlechter Schlafqualität sowie Ein- oder Durchschlafstörungen - Tendenz steigend. Neben persönlichen Therapieangeboten können auch digitale Apps helfen, die Schlafprobleme zu lindern und wieder zu besserem Schlaf zu finden. Doch wer profitiert mehr von welcher Behandlungsart? Wie unterscheiden sich Personen hinsichtlich ihrer Therapieerfolge? Und welche Rolle spielt Schlaftracking bei Personen mit Schlafproblemen wie Insomnie - löst die tägliche Konfrontation mit den Daten eher Stress aus, oder können uns diese modernen Technologien sogar helfen, Therapie effizienter und nahbarer zu gestalten? Diese Fragen untersuchen wir in einer aktuellen von FWF und ÖAW geförderten Studie des Schlaflabors der Universität Salzburg unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Manuel Schabus und Alexandra Hinterberger, MSc.
Diese Studie untersucht den Schlaf von verletzten Sportler:innen. Ziel ist es, zu verstehen, wie der Schlaf mit Schmerzempfinden und Erholungsgefühl zusammenhängt. Die Teilnahme erfolgt über 11 durchgehende Tage bzw. 10 Nächte. In dieser Zeit werden die Versuchspersonen jeden Morgen bzw. Abend gebeten, jeweils einen kurzen digitalen Fragebogen (über Plus Survey) zu ihrem Schlaf und ihrer Befindlichkeit auszufüllen. Zusätzlich verwenden Teilnehmende einen Polar Sensor (Gerät zur Herzratenvariabilitäts-Messung) zur objektiven Messung des Schlafes.
Haben hormonelle Veränderungen einen Einfluss auf die Gedächtnisleistung? Verändert sich der Schlaf während der Schwangerschaft und hängen diese Veränderungen mit der Gedächtnisleistung zusammen? Welchen Einfluss hat Stress dabei? Diese Fragen stellen wir uns im Rahmen eines FWF geförderten neuen Forschungsprojekts unter der Leitung von Assoz.-Prof. Dr. Kerstin Hödlmoser. Dafür untersuchen wir vom Labor für Schlaf-, Kognitions- & Bewusstseinsforschung der Universität Salzburg den Zusammenhang zwischen Schlaf, Gedächtnis und Hormonen.
Hilft Schlaf beim Erlernen neuer Bewegungsabläufe, und welche Rolle spielen altersbedingte Veränderungen des Schlafs dabei? Fördert motorisches Vorstellungstraining das Lernen neuer Bewegungsabläufe, und kann es somit als kostengünstige sowie körperlich weniger anstrengende Alternative zum physischen Training eingesetzt werden? Diesen Fragen gehen wir in Kooperation mit der Universität Lyon nach und beleuchten die Rolle von Schlaf und motorischer Vorstellung für das Bewegungslernen im höheren Erwachsenenalter.
Unter der Leitung von Assoz.-Prof. Dr. Kerstin Hödlmoser untersucht das Schlaflaborteam, inwieweit sich abendliche Smartphonenutzung auf die Schlafqualität Jugendlicher und junger Erwachsener auswirkt. Aktuell steht die Frage im Fokus, inwiefern sich der Verzicht von Smartphonenutzung in der letzten Stunde vor dem Schlaf auf die Schlafqualität auswirkt. Lassen sich durch einen “Digital Detox” positive Effekte in subjektiven als auch objektiven Schlafparametern nachweisen?